Energieausweis für Nicht-Wohngebäude


Für Nicht-Wohngebäude ist ein Ausweis auf Basis des Energieverbrauchs ausreichend. Voraussetzung ist aber auch hier, dass die Energieverbräuche der letzten 3 Abrechnungsjahre vorliegen. Nicht-Wohngebäude mit mehr als 250 m² Nutzfläche, in denen Behörden  und sonstige Einrichtungen für eine große Anzahl von Menschen öffentliche Dienstleistungen erbringen und die deshalb von Menschen häufig aufgesucht werden, ist der Energieausweis an einer für die Öffentlichkeit gut sichtbaren Stelle auszuhängen. Private Eigentümer von Gebäuden mit starkem Publikumsverkehr müssen den Ausweis ab einer Nutzfläche von 500 m² aushängen.

Für Gebäude, die sowohl zu Wohnzwecken aber auch gewerblich genutzt werden, sind separate Energieausweise (für den Wohnteil und den Nicht-Wohnteil) zu erstellen, soweit eine der beiden vorgenannten Nutzungsarten nicht unerheblich ist.


Ordnungswidrigkeiten (Bußgeldhöhe bis 15.000,- €):

  • wenn kein Energieausweis nach Neubau eines Gebäudes übergeben wurde
  • wenn bei einer Immobilienbesichtigung im Falle der Neuvermietung oder des Verkaufs eines bestehenden Gebäudes kein Energieausweis vorgelegt wurde
  • wenn nach Abschluß des Miet- bzw. Kaufvertrages eines bestehenden Gebäudes kein Energieausweis übergeben wurde
  • wenn Pflichtangaben bei Immobilienanzeigen gemäß §16a (EnEV) nicht gemacht wurden
  • wenn Angaben im Energieausweis nach §17 Absatz5 (EnEV) nicht korrekt sind
  • wenn ein Energieausweis ausgestellt wurde, aber keine Ausstellungsberechtigung nach §21 (EnEV9 vorliegt
  • wenn eine vom BiBT zugeteilte Registriernummer nicht korrekt oder nicht rechtzeitig in einen Energieausweis eingetragen wurde



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