Gebäude-Dichtheitsprüfung

Die Wärmeverluste eines Gebäudes setzen sich aus zwei Gruppen zusammen. Zum Einen die Transmissionswärmeverluste durch die Gebäudehülle und zum Anderen die Lüftungswärmeverluste. In den letzten Jahren konnte man die Transmissionswärmeverluste durch Verbesserung der Dämmmaterialien erheblich reduzieren. Somit ist allerdings der prozentuale Anteil der Lüftungswärmeverluste an den Gesamtwärmeverlusten im Gebäude stark angestiegen. Um diese Verluste durch Undichtigkeiten in der Gebäudehülle zu begrenzen, wurde die luftdichte Ausführung der Gebäudehülle zur Pflicht. Hier ist allerdings ein äußerst sorgfältiges Arbeiten der Handwerker notwendig.

Durch die luftdichte Bauausführung sollen nicht nur die Energieverluste minimiert werden, weitaus wichtiger ist die Vermeidung von Tauwasserschäden. Durch Leckagen in der Gebäudehülle wird wesentlich mehr warme (Feuchtigkeit enthaltende) Innenluft nach außen transportiert als über die Diffusion durch die Bauteile. So wurde im Rahmen einer Modellrechnung berechnet, dass an einem Wintertag durch eine 1 m² große Dachfläche über einem ausgebauten Dachgeschoß 1 g Wasserdampf nach außen abgegeben werden. Entsteht in der ansonsten luftdichten Dachfläche durch eine unzureichende Abdichtung lediglich ein 1 mm breiter Spalt mit einer Länge von 1 m, dann werden durch diese Leckage im gleichen Zeitraum durch die Luftströmung 360 g Wasserdampf transportiert. Diese feuchte Luft kühlt sich auf ihrem Weg nach außen hin ab und führt zu einem Tauwasserausfall; meist in der Dämmung bzw. der Konstruktion des Daches



Die Gebäudedichtheitsprüfung ist eine Maßnahme zur
  • Vermeidung von Bauschäden
  • Vermeidung von Zugluft
  • Vermeidung von Lüftungswärmeverlusten
  • Verbesserung des Schallschutzes und
  • Steigerung der Luftqualität
Die Gebäudedichtheitsprüfung sollte bereits während der Bauphase eines Neubaus als baubegleitende Maßnahme erfolgen, damit vorhandene Undichtigkeiten zeitnah und mit geringem finanziellen Aufwand behoben werden können. Aber auch nach erfolgten Sanierungsmaßnahmen im Gebäudebestand sollte die Qualität der ausführenden Gewerke (z.B. Fensterbauer oder Dachdecker) durch die Gebäudedichtheitsmessung überprüft werden.

Ebenso wichtig ist es aber auch, anhand der Gebäude- dichtheitsprüfung zu belegen, dass der erforderliche Mindestluftwechsel noch eingehalten wird, da ansonsten die Gefahr von Schimmelbildung droht.

Da Undichtigkeiten der Gebäudehülle nicht immer dort ihre Ursache haben, wo ein erhöhter Volumenstrom (eine Undichtigkeit) durch die Messung festgestellt wird, bietet sich die Zuhilfenahme der Gebäudethermografie an. Hier kann die Auskühlung der Gebäudeteile während der Gebäudedichtheitsmessung sichtbar gemacht werden um so die Quelle der Undichtigkeit aufzuspüren.



Die Norm DIN EN 13829 beschreibt 2 Arten der Messung:
  • Verfahren A (Prüfung des Gebäudes im Nutzungszustand) - Das Gebäude befindet sich bereits in einem der üblichen Nutzung entsprechenden Zustand.
  • Verfahren B (Prüfung der Gebäudehülle) - Messung nach Fertigstellung der luftdichten Ebene. Einstellbare und absichtlich vorhandene Öffnungen in der Gebäudehülle sind abzudichten.


Wir bieten Luftdichtheitsprüfungen für Gebäude (Blower-Door Test´s) in Scharbeutz, rund um Lübeck, in Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern an.
 



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